Foto-Tagebuch von der Sanierung der "Hohen Brücke"

Am 04.04.2013 wurde die "Hohe Brücke", eine Fußgängerbrücke über die Bahngleise, die die Feldmark I und die Feldmark II an der Gelsenkirchener Straße/Feldhausener Straße verbindet, aus Sicherheitsgründen wegen baulicher Mängel von der Stadt gesperrt. Für viele Wochen mussten die Fußgänger und Radfahrer nun große Umwege in Kauf nehmen, denn die nächsten Querungen über die Gleise bestehen nördlich bei der Tunnelunterführung am Bahnhof oder südlich am Bahnübergang Tönsholter Weg/Lohmannskamp. Wegen der miserablen finanziellen Haushaltslage wollte die Stadt die Brücke sogar abreißen. Dank des Protestes der Bürgerschaft, der zahlreichen Gespräche des Schützenvereinsvorstandes mit der Stadt und der großen Spendenbereitschaft der Feldmärker Bürger für die Sanierung der Brücke, wie auch in vielen Zeitungsberichten der Dorstener Zeitung und der WAZ nachzulesen, konnte der Abriss verhindert werden. Unser Schützenverein hat mit der Stadt Dorsten eine Patenschaftsvereinbarung abgeschlossen. Darin ist die Erneuerung des Brückengeländers, der Betonplatten und des Rostschutzes und ein Neuanstrich festgeschrieben. Darüber hinaus hat sich unser Verein für die nächsten 10 Jahre verpflichtet, zweimal jährlich die Pflege der Rampe Feldhausener Straße zu übernehmen. Unter Federführung unseres Vereins erfolgte die vorgeschriebene Ausschreibung und die Auftragsvergabe für die erforderlichen Arbeiten. Sämtliche Aufträge blieben in der Feldmark und die drei beteiligten Firmen haben sehr zügig mit den Arbeiten begonnen. Die ersten Schritte in Richtung Wiedereröffnung sind nunmehr getan und bei optimalen Witterungsverhältnissen kann die Wiederfreigabe wie angestrebt, zeitnah für die Bürger schon im November 2013 erfolgen. Als Termin ist der 10.11.2013, 11.00 Uhr, ins Auge gefasst.

 

 

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KW 35 Beginn der Fertigung des neuen Brückengeländers in der Metallbaufirma Breuer.
Für die 120 m = 28 Geländer werden 7 Tonnen Baustahl verarbeitet.

KW 36
04.09 Das Gießen der Betonbodenplatten beginnt im Betonwerk Voßbeck-Elsebusch.
Für die 26 neuen Wegplatten wird rund 25 m³ Beton benötigt.

KW 37
11.09. 8:00 Uhr: Die Firma T&K von Detlef Timmer richtet die Baustelle ein: Aufstellung
eines Bauzaunes als Abgrenzung zu den Gleisen. Die Container für die Entsorgung
der maroden Betonplatten und des rostigen Eisengeländers werden unterhalb der
Brücke aufgestellt. Die Stahltraversen für das Sicherungsseil der Arbeiter werden
auf die Brückenköpfe geschraubt. Auf der westlichen Seite an der Feldhausener
Straße kann nun wegen toter Gleise, d.h. ohne Behinderung des Bahnverkehrs,
bis zur Hälfte der Brücke der Abriss von Geländer und Bodenplatten und
anschließende Erneuerung stattfinden.

9:00 Uhr: Der große Auto-Kran trifft ein und nimmt seine Position seitlich unterhalb
der Brücke ein.

9:30 Uhr: Der Schlossermeister Johannes Breuer selbst nimmt den Schrottbrenner
in die Hand und durchtrennt das Geländer jeweils an den Stützen in kleinere
Segmente. Die Arbeiter von T&K legen einen Schlupf um jedes Geländerteil und
per Kran wandert Stück für Stück in den ersten Container. Nach und nach werden
die Betonplatten mittels Brechstangen gelöst, mit Drahtschlingen am Haken des
Krans befestigt und die Reise beginnt zum zweiten Container.

14:40 Uhr: Etwas Pech war auch im Spiel: Vor dem letzten Schnitt ist die
Sauerstoff-Flasche leer und muss durch eine neue ersetzt werden.

14:57 Uhr: Das letzte Geländerstück ist abgetrennt. Nun werden noch die restlichen
Betonplatten entfernt. Anschließend werden die Container zur Entsorgung
gefahren.


12.09. 8:00 Uhr: Die Baustelle auf dem Brückenkörper wird eingerichtet: Ein extra
Für dieses Projekt konstruiertes Roll-Gerüst für die weiteren Arbeiten angebracht.
Die Rollen laufen über den Träger des Brückenkörpers, links und rechts der
Konstruktion hängt jeweils ein Gerüstkasten. Das Roll-Gerüst kann manuell von den
Arbeitern entlang des Brückenkörpers bewegt werden.
Große Wasserbehälter und ein Stromerzeuger auf Benzinbasis werden
herangeschafft.
Der "Moppel" rattert lautstark und liefert den nötigen Strom für die Wasserpumpe,
den Hochdruckreiniger und die Flex. Nun wird der Stahlkörper mittels
Hochdruckreiniger vom groben Schmutz befreit. Mit dem Schrottbrenner werden die
verbliebenen Trägerstumpen des Geländers abgetrennt. Letzte Unebenheiten
und die sichtbaren Roststellen werden mit einer Flex beseitigt. Die Arbeiter
bewegen sich in luftiger Höhe, aber immer per Seil gesichert.

 


13.09. 8:00 Uhr: Alle Roststellen des Brückenkörpers seitlich und von unten werden mittels
Pinsel und Quast mit einem Rostschutzanstrich versehen. Der Mittelträger wird
komplett mit Rostschutz gestrichen.